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15 Tipps im Umgang mit Demenzkranken, 2. Teil

Verfasst von Heike am 6. Dezember 2007

Im Umgang mit Demenzkranken gibt es keine Patentrezepte. Einige Grundsätze lassen sich aber für jeden Betroffenen festlegen:

  1. Die Körperpflege des Kranken ist nicht an eine bestimmte Zeit gebunden. Handeln Sie nach den Vorlieben des Betroffenen.
  2. Nutzen Sie die vorhandenen Fähigkeiten und fördern Sie diese, so lange wie möglich. Denn das Maß an Selbstständigkeit Ihres Angehörigen hat wesentliche Auswirkungen auf dessen Lebensqualität.
  3. Achten Sie auf eine ausreichende Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr. Demenzkranke können besser mit vielen kleinen Mahlzeiten, Essen im Gehen und mit den Händen statt Besteck, umgehen, als mit dem „üblichen“ Mahlzeitenritualen, wie wir sie kennen.
  4. Lassen Sie Ihrem Angehörigen seine eigenen „Rituale“, auch wenn diese sehr zeitraubend sind und unpraktisch wirken.
  5. Sorgen Sie für feste Abläufe, klare Strukturen und zeitgleiche Tagesabläufe das gibt Ihrem Angehörigen Sicherheit.
  6. Sprechen Sie in kurzen, klaren Sätzen, flüstern Sie nicht.
  7. Achten Sie unbedingt auf gleiche Augenhöhe.
  8. Stellen Sie möglichst keine „offenen“ Fragen und wiederholen Sie Erklärungen mehrmals.
  9. Wenden Sie „nonverbale“ Kommunikation (Mimik, Gestik) an, wenn Sie spüren, dass Ihr Angehöriger nicht mehr verbal erreichbar ist.
  10. Strahlen Sie Ruhe und Geduld aus und vermeiden Sie es, Stress zu verursachen.
  11. Vermeiden Sie im Badezimmer Gegenstände, die mit einer Toilette verwechselt werden könnten, z.B. Eimer und Körbe.
  12. Wenn möglich, berücksichtigen Sie die persönlichen Gewohnheiten bei allen Aktivitäten.
  13. Versuchen Sie immer, geduldig und kreativ zu sein. Vorgehensweisen, die gestern noch erfolgreich waren, funktionieren heute vielleicht schon nicht mehr – seien Sie also nachsichtig und flexibel.
  14. Nehmen Sie ablehnendes Verhalten und auch Wutausbrüche nicht persönlich, sie drücken nur die unbeschreibliche Unsicherheit Ihres Angehörigen aus und sind zumeist nur kurzfristig.
  15. Üben Sie niemals Druck auf den Demenzkranken aus!

Den 1. Teil der Tipps finden Sie HIER.

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