Der von der Evangelischen Fachhochschule Berlin in Kooperation mit IQ – Innovative Qualifikation in der Altenpflege GmbH veranstaltete Kongress widmete sich dem Thema „Auswirkungen der Pflegereform auf die Pflege und Betreuung alter Menschen„.
Er wendet sich mit einem entschiedenen Appell an die Öffentlichkeit: Das Konzept der Pflegestützpunkte, soll im Sinne von mehr Transparenz sowie einer verbesserten Vernetzung und Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure der Pflegebranche überarbeitet werden.
Experten aus Politik und Gesundheitswirtschaft forderten darüber hinaus eine Anpassung des Begriffs der Pflegebedürftigkeit sowie eine umfassende Reform der Versorgungsstrukturen.
Eine kontroverse Debatte entwickelte sich zum Thema Pflegestützpunkte. Kritik an dem jetzigen Modell wurde zum einen wegen der Frequentierung der Pflegestützpunkte geübt: Auf eine Einrichtung kämen rund 20.000 potenzielle Kunden. Zum anderen wurde die Ausbildung der Pflegeberater diskutiert.
Eine adäquate Betreuung könne nur dann geboten werden, wenn die Berater über umfangreiches Wissen – von der Pflegeversicherung bis hin zu sozialpädagogischen Inhalten – verfügten. Diesem Anspruch gerecht zu werden, sei nicht möglich. Vielmehr sollten die vorhandenen Potenziale vernetzt und gebündelt werden.
Einig war man sich bezüglich der Transparenzoffensive. Eine Veröffentlichung von kundenorientierten Qualitätsberichten der Pflegeeinrichtungen sei wichtig für eine Verbesserung der Pflegequalität.
Zudem sei der Aufbau von Netzwerken in der Pflegebranche wichtig für eine qualitative Pflege. Wenn pflegebedürftige ältere Menschen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen in allen Lebensphasen angemessen betreut werden sollen, müsse es eine Kooperation zwischen den verschiedenen Anbietern von Pflegeleistungen sowie medizinischer Betreuung geben.
Quelle: www.businessnetwork-berlin.com

