Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) macht sich weiterhin für ein weitreichendes Selbstbestimmungsrecht bei Patientenverfügungen stark. Nach ihrer Ansicht muss jeder Mensch selbst bestimmen können, unter welchen Umständen er lebenserhaltende Maßnahmen, z. B. eine künstliche Ernährung, ablehnt. Aus ihrer Sicht ein Recht, das der Staat den Bürgern nicht nehmen darf. Eine aktive Sterbehilfe lehnt Zypries jedoch ab.
Allerdings ist sie der Meinung, dass der Wille des Patienten unabhängig vom Stadium der Erkrankung gelten muss. Vor allem bei Krankheiten wie Wachkoma und Demenz sei der Vorsorgewunsch der Menschen groß.
Mit einer Patientenverfügung legt der Patient fest, wann er einen medizinischen Eingriff ablehnt. Das heißt: Dem natürlichen Geschehensoll seinen Lauf gelassen werden, ohne dass der Mensch eingreift.

