Zypries fordert weitreichende Selbstbestimmung bei Patientenverfügungen
Verfasst von Heike am 28. März 2008
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) macht sich weiterhin für ein weitreichendes Selbstbestimmungsrecht bei Patientenverfügungen stark. Nach ihrer Ansicht muss jeder Mensch selbst bestimmen können, unter welchen Umständen er lebenserhaltende Maßnahmen, z. B. eine künstliche Ernährung, ablehnt. Aus ihrer Sicht ein Recht, das der Staat den Bürgern nicht nehmen darf. Eine aktive Sterbehilfe lehnt Zypries jedoch ab.
Allerdings ist sie der Meinung, dass der Wille des Patienten unabhängig vom Stadium der Erkrankung gelten muss. Vor allem bei Krankheiten wie Wachkoma und Demenz sei der Vorsorgewunsch der Menschen groß.
Mit einer Patientenverfügung legt der Patient fest, wann er einen medizinischen Eingriff ablehnt. Das heißt: Dem natürlichen Geschehensoll seinen Lauf gelassen werden, ohne dass der Mensch eingreift.


Hildegard sagte
Ich bin 67 Jahre und frage mich, mit welchem Recht ein Arzt an meinem Lebensende entscheiden darf, ob ich weiter lebe oder nicht. Das sollte ich doch wohl selbst entscheiden dürfen. Ich wünsche der Ministerin deshalb viel Erfolg.
Meine Tochter hat eine Patientenverfügung und eine Vorsorgevollmacht. Ich kann nur hoffen, dass sie es schafft, meine Wünsche im Ernstfall auch durchzusetzen.