Kürzlich sollte ich feststellen, ob eine 74-Jährige, an einer Demenz erkrankte Dame, noch einmal mit ambulanter Hilfe in ihre Wohnung zurückkehren könnte, oder besser in einem Heim aufgehoben wäre.
Die Dame war zu diesem Zeitpunkt in einem Heim, die Wohnung war aber noch vorhanden.
Ich begab mich also in das Heim und besuchte die Frau, die ich hier einmal Frau X nenne.
Frau X lebte bis zuu ihrem Heimeinzug vor ca. 3 Wochen, alleine in ihrer Wohnung. Nun sass sie im Rollstuhl, war viel zu dünn und schwach, um alleine zu gehen, zu stehen oder sich anderweitig zu versorgen. Aber sie wollte unbedingt wieder nach Hause, also in ihre Wohnung.
Wo genau diese Wohnung ist, konnte Frau X nicht sagen. Sie fand auch, dass sie - zur Zeit - etwas Hilfe bräuchte. Wir waren uns deshalb schnell einig, dass ein Pflegedienst allein als Hilfe für sie nicht ausreichen würde.
Daraufhin fragte ich sie, wer ihr denn in ihrer Wohnung helfen könne. Frau X antwortete: “Das macht dann meine Mutter. Die ist im Moment im Krankenhaus. Wenn sie entlassen wird, kümmert sie sich um mich.
- Obwohl, die muss ja jetzt auch schon steinalt sein.” ……

