Vitamin E wirkt nicht gegen Demenz
Verfasst von Heike am 9. Mai 2008
In den neuen amerikanischen Leitlinien zur Behandlung von Demenz wird die Gabe von Vitamin E nicht mehr empfohlen. In der Vergangenheit habe keine Studie den Nutzen der Vitamineinnahme nachgewiesen. Die neue Leitlinie ist als Beilage in der Fachzeitschrift „American Journal of Psychiatry“ erschienen.
Mehr Schaden als Nutzen?
Bahnbrechende Neuerungen enthält die Leitlinie nicht. Aber es konnten Erkenntnisse, die 1997 noch mit geringer Beweiskraft behauptet wurden, inzwischen durch Studien erhärtet werden.
Laut der Fachgesellschaft der US-Psychiater wisse man heute, dass Vitamin E in hohen Dosen schädlich sein kann. Es sei zwischenzeitlich auch bekannt, dass antipsychotisch wirksame Substanzen, darunter auch Vitamin E, das Sterblichkeitsrisiko von Patienten mit Demenz erhöhe.
Nicht-pharmakologische Therapien
Was wir eigentlich schon wussten, ist jetzt auch durch Studien belegt: Es gilt als sicher, dass alles, was den Patienten mit Demenz emotional bewegt, von Vorteil ist.

