Das Drama begann 1995. Riccardo, eben hatte er mit 1,8 sein Abitur gemacht, gerät mit seinem Motorrad auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern, stürzt und fällt ins Koma.
Als Riccardo als Schwerstbehinderter aus dem Koma erwacht, wird mit der Zeit alles noch schlimmer. Er kann weder sprechen noch sich aus eigener Kraft bewegen. Über eine Sonde wird ihm Flüssigkeit zugeführt, nach hartem Training kann er schließlich kleinteilige Nahrung zu sich nehmen. Kommunizieren kann Riccardo mit dem Aufschlag der Augen.
Nach einem Jahr zeigt er seinen Unmut über den hilflosen Zustand, er brüllt, krampft und tobt in seinem Rollstuhl. Und er fordert die Mutter auf, ihn zu erlösen. Doch die kann und will das nicht. Ein Abbruch der Ernährung und Flüssigkeit wird entweder nicht erwogen oder als abwegig, als grausam verworfen.
Neun Jahre lang kämpft die Mutter gegen den beständigen Suizidwunsch ihres Sohnes an. Mit allen verfügbaren Mitteln: Sie fährt ihn z. B. im Rollstuhl zu Rockkonzerten …
Am Ende tötet sie ihn. Ihr gleichzeitiger Suizidversuch misslingt.
Ein sensibler Dokumentarfilm von Liz Wieskerstrauch am Dienstag, den 17. Juni in der ARD um 22.30 Uhr.


