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Informationen und Geschichten aus dem Alltag einer Pflegesachverständigen

Verpackungsterror bei Medikamenten und kein Umweltschutz

Verfasst von Heike am 28. Juli 2008

Ich habe von meinem Arzt 100 Tabletten eines Medikamentes verschrieben bekommen. Da ich dieses Medikament regelmäßig erhalte, rechnete ich in der Apotheke mit einer einzelnen Pappschachtel, in der sich dann eben diese 100 kleinen Tabletten – in 10 Bliestern verpackt – befinden.

Doch der Apotheker überreichte mir 5 Packungen mit jeweils 20 Tabletten. Auf meine Frage, was das denn solle, meinte er: Das hat mit den Krankenkassenverträgen zu tun. Die Tabletten in der Einzelpackung werden von Ihrer Kasse nicht mehr komplett bezahlt. Dieses Produkt aber schon. Der Hersteller hat allerdings nur kleine Packungen, keine 100er….

Okay, damit die Kasse Geld sparen kann, muss ich als Versicherte eine wahre Verpackungsflut in Kauf nehmen: 5 Pappschächtelchen und 5 recht lange Beipackzettel. – Ach ja, und 2 Jahre kürzer haltbar, als die Tabletten, die ich noch Anfang des Jahres vom anderen Hersteller, in einer einzigen Verpackung erhalten habe….

Tja, liebe Kasse, dann spar mal schön! Papier ist ja jetzt Rohstoff und wird jetzt auch gehandelt. Damit kurbelst Du, liebe Kasse, die Wirtschaft an. Das gibt dann neue Arbeitsplätze mit neuen Versicherten.

Wenn, aber nur wenn ich die 5 Pappschachteln auch wirklich im Altpapier entsorge… – Ich werde es tun. Wegen der Arbeitsplätze und der Umwelt und den Nachkommenden und weil ich das immer tue….

Verstehen allerdings, kann ich das mit den 5 Packungen irgendwie nicht!

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