Haus Jennepeter stellt Antrag auf Insolvenz
Verfasst von Heike am 2. Juni 2009
Das Seniorenzentrum Haus Jennepeter GmbH, „Haus des Lebens“ in Roetgen (Kreis Aachen) ist in wirtschaftliche Schieflage geraten.
Vor knapp 10 Jahren wurde es eröffnet und nun musste es beim Amtsgericht Insolvenz anmelden. Das heißt, die Einrichtung ist zahlungsunfähig. Natürlich bringt das große Besorgnis für Bewohner, deren Angehörige und die Mitarbeiter. Es ist aber davon auszugehen, dass sich für die Betroffenen nichts ändern wird. In der Regel geht der Betrieb insolventer Pflegeeinrichtungen für die Bewohner einfach weiter.
Der vorläufige Insolvenzverwalter, der Aachener Rechtsanwalt Carsten Lange bestätigte auch, dass „der Geschäftsbetrieb in voller Form aufrechterhalten bleibt.“
Die Mitarbeiter des Hauses Jennepeter wurden in einer Betriebsversammlung über diese Entwicklung informiert. Sie waren von dem wirtschaftlichen Schiefstand der Einrichtung, die im Ortszentrum von Roetgen liegt, sehr überrascht.
Über die Ursachen der Insolvenz wird nichts bekannt gegeben. Allerdings ist bekannt, dass derzeit in dem 62-Betten-Haus gerade mal 53 Bewohner leben. Man muss nicht unbedingt ein Betriebswirt sein, um daran zu erkennen, dass die Einnahmen sehr wahrscheinlich unterhalb der Kalkulation liegen. Warum die Einrichtung nicht vollbelegt ist, ist allerdings auch nicht bekannt.
Interessant wird sein, ob die Betreibergesellschaft jetzt verkaufen muss, oder es schafft, sich selbst aus der Krise zu arbeiten.
Hinweis: Für Turbulenzen hat die Einrichtung in der Region ja schon mehrfach gesorgt: siehe HIER und HIER.


barbara schweiger sagte
Diese Meldungen häufen sich jetzt. Besonders die kleinen, familiär geführten Häuser sind davon betroffen. Dies ist ganz besonders schade.
Heike sagte
Hallo Barbara,
in diesem Fall könnte ein Betreiberwechsel für die Bewohner durchaus auch ein Wechsel zum Positiven sein.
Wer im Pflegeheim lebt, braucht Stabilität und Sicherheit. Da sind solche Meldungen eher beängstigend. Aber meistens läuft es auch in insolventen Eirnichtung ja „einfach weiter“. Kann man ja nicht mal eben schließen. Und die Mitarbeiter sind oft sehr loyal gegenüber den Bewohnern, trotz der Schwierigkeiten.