Werden Alzheimererkrankte unzureichend mit Medikamenten versorgt?
Verfasst von Heike am 17. Juni 2009
Die Barmer Ersatzkasse und Merz (Pharmaunternehmen) legen eine Studie zur Versorgungssituation von Patienten mit Alzheimer-Demenz vor.
Demnach ist die Versorgungssituation von Menschen mit Alzheimer-Demenz verbesserungsbedürftig. Laut der Studie erhalten etwa ein Drittel der Alzheimerkranken weder eine Demenz-fokussierte Therapie noch Psychopharmaka.
Etwa die Hälfte der untersuchten Patienten bekam keine spezifischen Antidementiva, sondern wurde nur mit Psychopharmaka, Hypnotika und / oder Beruhigungsmitteln behandelt.
Die Studie bewertet die medikamentöse Versorgungssituation von 21.512 Barmer-Versicherten mit Alzheimerdemenz.
Kommentar: Es ist aus meiner Sich „so eine Sache“, wenn eine Studie, die auch von einem Pharmaunternehmen finanziert wurde, zu dem Schluss kommt, dass die medikamentöse Versorgung unzureichend ist. Der Arzneimittel-Report der GEK fand heraus, dass Demenzerkrankte zu viele Beruhigungsmittel bzw. Psychopharmaka erhalten (s. HIER). Leider werden nach wie vor Studien zur nichtmedikamentösen Therapie von Alzheimer und Demenz vernachlässigt (s. HIER).
Hinweis: Sie können die Studie HIER herunterladen.

